Shellac: Haltbarer Gel-Lack

Shellac: Haltbarer Gel-Lack

Lange Haltbarkeit, einfaches Auftragen sowie eine exklusive Farbbrillanz sind die Pluspunkte des angesagten Shellacs. Dieser sieht zunächst aus wie ein handelsüblicher Nagellack und wird in ähnlichen Fläschchen mit Applikatorpinsel angeboten. Das Besondere: Shellac härtet unter einer UV-Lampe aus, sodass die Nägel zwei Wochen und länger makellos lackiert aussehen und die kraftvolle Farbe sich durch eine hohe Haltbarkeit auszeichnet. Obwohl es sich um einen Gel-Lack handelt, ist das Auftragen des Shellacs vergleichswiese einfach und das Ergebnis kaum von Nagellack zu unterscheiden.

Langlebig & farbstark: Vorteile von Shellac

Abwaschen, Kind wickeln, Pferd striegeln, Hund Gassi führen oder eine Cola-Dose öffnen – für Shellac sind diese Belastungsproben des Alltags kein Problem. Der Gel-Lack zeichnet sich durch seine Stoß- und Kratzfestigkeit aus. Durch die drei Schichten, in denen er aufgetragen wird, verleiht er dem Naturnagel mehr Härte und platzt nur selten ab. Gewöhnlichen Nagellack hängt der Shellac zudem mit seiner langen Haltbarkeit ab, denn im Allgemeinen hält der Gel-Lack rund zwei Wochen und länger. Nach einer Maniküre wird Shellac sofort aufgetragen, ein Anrauen des Nagels, wie beispielsweise in Vorbereitung für eine Gelmodellage, ist nicht nötig und schont auf diese Weise den Naturnagel. Ist Shellac einmal aufgetragen und für wenige Sekunden unter der UV-Lampe ausgehärtet, ist er sofort trocken und einsatzbereit. Wird Shellac im Nagelstudio gemacht, ist der Gel-Lack oftmals die günstigere Variante im Vergleich zur Gelmodellage und wirkt durch die dünnen Schichten wie ein herkömmlicher lackierter Naturnagel, sagt Nagelexpertin Stefanie.
• Stoß- und kratzfest
• Lange Haltbarkeit
• Nagel muss nicht angeraut werden
• Trocknet schnell & ist sofort einsatzbereit
• Günstiger als Gelmodellage

 

6 Schritte: Shellac richtig auftragen

Für ein haltbares und langlebiges Ergebnis kommen drei verschiedene Produkte bei diesem  Nageldesign zum Einsatz. Im Anschluss an eine sorgfältige Maniküre, bei der die Nagelhaut unbedingt sauber entfernt werden sollte, wird der Basecoat aufgetragen. Er bildet die Haftbasis zwischen den weiteren Schichten und dem Naturnagel. Nach dem Aufbringen wird der Basecoat für einige Sekunden unter der UV-Lampe ausgehärtet und ist dann bereits kratzfest. Nach dem Trocknen wird die Farbschicht aufgetragen und ebenfalls unter der UV-Lampe ausgehärtet. Als letzte Schicht erhält der Shellac einen Topcoat, der die Farbe schützt und versiegelt, sodass der ansprechende Glanz im Alltag möglichst lange erhalten bleibt. Zum Abschluss wird auch dieser unter der UV-Lampe getrocknet.
1. Sorgfältige Maniküre
Die Basis für den Shellac ist ein gut vorbereiteter Nagel. Dieser sollte auch schon in Form gefeilt sein, Tips können beim Shellac nicht zur Nagelverlängerung eingesetzt werden.
2. Nagelhaut entfernen
Besonders wichtig ist es, die Nagelhaut sorgsam zu entfernen, sonst kann der Shellac seine Haltbarkeit einbüßen.
3. Reinigen & Entfetten
Mit Cleaner wird der Naturnagel gereinigt und entfettet, sodass die verschiedenen Schichten des Shellacs einen optimalen Halt haben.
4. Basecoat auftragen & aushärten
Diese Basis sorgt für lange Haltbarkeit und Haftung.
5. Farbschicht auftragen & aushärten
Diese Schicht verleiht dem Nagel die Farbe deiner Wahl.
6. Versiegelung mit Topcoat & aushärten
Der Topcoat schützt und versiegelt den Nagel für lange Haltbarkeit, Stoßfestigkeit und Farbbrillanz.

3 Tipps von unserer Nageldesignerin:

Nageldesignerin Stefanie hat drei Tipps für dich, die dir helfen, ein gleichmäßiges und haltbares Nageldesign mit Shellac zu bekommen.
1. Doppelte Farbschicht
Für ein gleichmäßiges Ergebnis, die Farbschicht doppelt auftragen und jede Schicht einzeln gut aushärten.
2. Dünn auftragen
Für optimalen Halt, den Shellac immer dünn auftragen und direkt aushärten.
3. Sorgfältig versiegeln
Trage den Topcoat auf Ränder und Kanten, vor allem auch an der Spitze sowie allen Übergängen sorgfältig auf – das erhöht die Haltbarkeit!

Shellac Zuhause auftragen

Der haltbare Shellac eignet sich hervorragend für das Auftragen Zuhause. Natürlich bedarf es einiger Übung bis die einzelnen Schritte makellos sitzen, doch der Aufwand lohnt sich aufgrund des ansprechenden Ergebnisses. Zu bedenken gilt es jedoch, dass du für das Entfernen des Shellacs mit Lösungsmitteln arbeiten musst, die Aceton enthalten und den Nagel austrocknen können. Es kann zudem nötig sein, eventuell vorhandene Farbreste abzufeilen oder mit dem Spatel abzukratzen, was den Nagel ebenfalls in Mitleidenschaft ziehen kann. Deswegen solltest du nach einer Shellac-Behandlung deine Nägel mit einem Nagelserum, beispielsweise mit Biotin, pflegen. Wenn du keine trockenen Nägel hast, bedarf es zwischen den einzelnen Shellac-Anwendungen keiner längeren Regenerationspause für deine Nägel, erklärt Nageldesignerin Stefanie.

Shellac selber machen: Dieses Equipment benötigst Du:
• Basecoat | Topcoat
• Farbe(n) deiner Wahl
• UV-Lampe
• Aceton-Lösungsmittel zum Entfernen

Shellac entfernen: So geht’s! Anleitung von Nageldesignerin Stefanie

Zu Beginn der Behandlung wird die Nagelhaut großzügig eingeölt, um sie zu schützen, denn sie sollte nicht mit den Lösungsmitteln in Kontakt kommen, erklärt Nagelexpertin Stefanie. Sie setzt auf klassische Wattepads, die sie mit einer Schere wie einen Kuchen viertelt und mit einem acetonhaltigen Entferner (gibt es speziell für Shellac) tränkt. Das feuchte Watte-Viertel wird auf den Nagel gelegt – nicht auf die Haut, warnt die Expertin. Der komplette Nagel sollte von dem Pad abgedeckt sein. Anschließend werden kleine Alufolienstreifen ausgeschnitten, die um die Fingerkuppe gewickelt werden, um das Pad für eine Zeit in der Position zu fixieren. Das Aceton benötigt einige Zeit, um einzuwirken und den Shellac zu lösen. Nach 10-15 Minuten (Einwirkzeit des jeweiligen Herstellers beachten), kann die Alufolie wieder entfernt werden. Der Lack sollte dann zerplatzt aussehen. Der zerbröckelte Shellac wird mit einem Rosenholzstäbchen sanft vom Nagel geschoben. Eventuell ist es nötig, mit dem Entferner noch einige kleinere Stellen nachzuarbeiten. Abschließend sollten die Hände ordentlich gewaschen und mit Nagelöl und Seren gepflegt werden, sonst trocknen Haut und Nagel zu sehr aus, sagt Nageldesignerin Stefanie.
1. Nagelhaut einölen
2. Wattepad vierteln
3. Wattepad-Viertel in Shellac-Entferner tränken
4. Feuchtes Pad auf den Nagel legen
5. Mit Alustreifen fixieren
6. Je nach Produkt 10-15 Minuten warten
7. Alustreifen und Wattepad entfernen
8. Lack mit Rosenholz hinunter schieben
9. Eventuell mit Entferner nacharbeiten bis der Nagel frei ist
10. Hände gründlich waschen
11. Nagelöl, Handcreme und Serum verwenden

Wann du Shellac besser nicht verwenden solltest:

Shellac ist nicht das Richtige für dich, wenn du unter sehr trockenen, spröden und splitternden Nägeln leidest. Zwar wird der Nagel beim Auftragen des Shellacs geschont, da er nicht angeraut wird, doch das Entfernen ist nur mit starken Lösungsmitteln möglich, die den Nagel sehr austrocknen. Nägel, die bereits sehr spröde sind, sollten aus diesem Grund nicht mit Shellac behandelt werden oder müssen sehr gut gepflegt werden, um keinen weiteren Schaden zu nehmen. Schwierig kann Shellac zudem auf zu langen Naturnägeln sein, denn, anders als bei Gel oder Acryl, verleiht er diesen mitunter nicht ausreichend Stabilität, sagt Nagelexpertin Stefanie.

Nailart-Trends mit Shellac umsetzen

Das Sortiment der Shellac-Lacke ist breit aufgestellt – hier findet sich für jeden Stil das richtige Produkt. Aktuelle Trends, wie Neongelb, Neonpink und Neonorange sind ebenso zu finden, wie softe Pastelltöne mit Retroflair, wie Nude Dirty oder sommerliches Mint Sorbet. Des Weiteren bieten wir Klassiker wie Rottöne von hell und sommerlich über knallig bis sinnlich und dunkel in unserem Sortiment. Auch Nudetöne lassen sich hervorragend als Shellac auf die Nägel bringen: Classic Beige, zartes Rosa wie Pearly Blush Rose oder Mauvetöne, wie Classic Sovereign, passen in der Freizeit ebenso wie im Beruf. Durch die große Farbauswahl lassen sich mit Shellac alle aktuellen Nagellack-Trends und klassischen Designs bestens umsetzen!

Gel-Lack de luxe: Shellac

Obwohl es sich so anhört, hat der Shellac im Nageldesign nichts mit den alten Tonträgern, den Schellackplatten, zu tun. Vielmehr handelt es sich um eine Komposition aus Nagellack und Gel, die immer unter der UV-Lampe ausgehärtet wird. Es handelt sich streng genommen also um einen Gel-Lack, Shellac ist ein Produktname. Vorsicht vor Missverständnissen: inzwischen werden im Handel Gel-Nagellacke angeboten, die einen hochglänzenden Gel-Look auf den Nägeln kreieren, doch hierbei handelt es sich um herkömmlichen Nagellack mit leichtem Auftragen, aber entsprechend kurzer Haltbarkeit.


Shellac: 5 Fragen an Nageldesignerin Stefanie

Gel-Lack richtig einsetzen und nutzen - Nageldesignerin Stefanie beantwortet in unserem Interview alle Fragen rund um den Shellac.

ND24: Welche Fehler kann man beim Nageldesign mit Shellac machen?
Nageldesignerin Stefanie: Einer der größten Fehler ist es, den Naturnagel nicht richtig auf seinen Einsatz vorzubereiten. Eine gründliche Maniküre ist für ein perfektes, langhaltendes Ergebnis unverzichtbar, auch das Entfetten spielt eine wichtige Rolle. Ungleichmäßiges oder zu dickes Auftragen ist ein weiteres Problem, denn die Nägel wirken dann uneben und der Lack löst sich schneller ab. Außerdem ist es wichtig, die Reihenfolge der einzelnen Schritte exakt einzuhalten und die Produkte auf dem Nagel mit der UV-Lampe gut aushärten zu lassen.
ND24: Brüchige Nägel und Shellac – geht das?
Nageldesignerin Stefanie: Ich verwende Shellac sowohl auf gesunden als auch auf leicht brüchigen Nägeln, um diesen ein bisschen mehr Stabilität zu verleihen. Mit einem Gel zu vergleichen ist der Shellac in diesem Aspekt jedoch nicht. Wer sehr spröde und brüchige Nägel hat, sollte lieber auf Shellac verzichten, denn der Lack hat auf diesen Nägeln wenig Halt und durch das Lösungsmittel beim Entfernen wird der Naturnagel weiter ausgetrocknet.
ND24: Kann ich Shellac dauerhaft anwenden?
Nageldesignerin Stefanie: Wenn du gesunde Nägel hast und sie gut pflegst, kannst du Shellac so lange einsetzen wie du magst. Für manche Kundinnen eignet sich Shellac wegen des Austrocknens durch den acetonhaltigen Entferner allerdings nicht für die dauerhafte Anwendung – hier werden die Nägel immer trockener und spröder.
ND24: Was kann ich tun, wenn ich spröde Nägel habe und dennoch Shellac nutzen möchte?
Nageldesignerin Stefanie: Da bleibt dir nur eins: Nägel und Nagelhaut immer gut pflegen und eventuell zum Arzt gehen, um abklären zu lassen, ob ein Mangel im Körper vorliegt, der die Gesundheit der Nägel beeinträchtigt. Wenn du deine Nägel gesund gepflegt hast, kannst du auf Shellac setzen.
ND24: Wann eignet sich Shellac besonders?
Nageldesignerin Stefanie: Für mich ist Shellac die perfekte Lösung zu besonderen Events wie Hochzeiten – für Braut und Gäste gleichermaßen. Die Nägel können einige Tage vorher angefertigt werden und sind unempfindlicher als mit herkömmlichem Nagellack. Sie sind für den einmaligen Einsatz zu einem auserwählten Termin besser geeignet als aufwendigere Lösungen, wie Gel oder Acryl.

Produkt Highlights:

         


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