Wie eröffne ich ein Nagelstudio?

In Deutschland benötigst du keine festgelegte Ausbildung, um ein Nagelstudio zu eröffnen. Da der Markt jedoch hart umkämpft ist und du direkt am Menschen arbeitest, ist es wichtig, dass du auf hohe Qualität setzt und die Hygienevorschriften einhalten kannst. Es zahlt sich aus, einschlägige Erfahrungen im Nageldesign zu haben – am besten hast du schon eine Weile als Angestellte in einem Studio gearbeitet und konntest einen Einblick über die Abläufe gewinnen. Die Ausbildung zum/r staatlich anerkannten Kosmetiker/in bildet eine fundierte Basis, auf die du aufbauen kannst. Die Handwerkskammer bietet zudem Fortbildungen zum/r „Geprüften Nageldesigner/in“ – diese können beispielsweise für gelernte Friseurinnen eine Möglichkeit sein, ihr Angebot fachgerecht zu erweitern. Entsprechende Ausbildungsnachweise verleihen dir und deinem Nagelstudio einen professionellen Auftritt.

Nagelstudio aufmachen: Expertin Stefanie verrät die Grundvoraussetzungen

Wem fällt es leicht ein Studio zu eröffnen und welche Charaktereigenschaften können hilfreich sein, um erfolgreich ein Nagelstudio zu führen? Nageldesignerin Stefanie erklärt es dir in unserem Interview:

Anmelden & Planen: Nagelstudio eröffnen

Die Eröffnung eines Nagelstudios erfordert eine durchdachte Planung und Finanzierung. Hierbei bieten sich verschiedene Kreditmöglichkeiten über Banken oder Privatpersonen, aber auch staatliche Fördermittel können in Anspruch genommen werden. Kosten für Miete, Material, Mitarbeiter, Werbung und deine eigenen Lebenshaltungskosten solltest du ehrlich aufführen, um einen Überblick zu erhalten. Wichtig ist es, an die richtigen Versicherungen denken: Versehentlich kannst du jemanden bei deiner Arbeit verletzen oder ein Eigentum beschädigen – hier hilft dir eine Betriebshaftpflichtversicherung. Um dein Inventar zu versichern eignet sich eine Inhaltsversicherung. Für die optimale Absicherung im Rechtsstreit, kannst du zudem eine Gewerberechtsschutzversicherung abschließen.

Mitarbeiter einstellen, alleine arbeiten oder ein mobiles Nagelstudio eröffnen?

Nageldesignerin Stefanie verrät dir Vor- und Nachteile wenn du alleine ein Studio eröffnest, Mitarbeiter einstellen oder ein mobiles Nagelstudio betreiben möchtest.

Nagelstudio: Gewerbe richtig anmelden

Um ein Nagelstudio zu eröffnen oder als mobile Nageldesignerin tätig zu sein, ist die Anmeldung eines Gewerbes sowie eine Eintragung der gewählten Rechtsform beim dafür zuständigen Gewerbeamt nötig. Wie der genaue Ablauf dieser Anmeldung aussieht und welche Kosten auf dich zukommen, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ist deine Anmeldung erfolgreich verlaufen, meldet das Gewerbeamt sich beim Finanzamt. Von diesem erhältst du dann deine Steuernummer. Über das Amtsgericht erhältst du eine Eintragung ins Handelsregister. Des Weiteren wirst du bei der Berufsgenossenschaft gemeldet – je nach Angebotsspektrum und Regelungen des jeweiligen Bundeslandes kann es verpflichtend sein, der örtlichen Handwerkskammer beizutreten. Für die Gewerbeanmeldung musst du deine Tätigkeit genau beschreiben und deinen Personalausweis vorlegen, dann erhältst du einen Gewerbeschein – dieses Schreiben bildet deine Berechtigung zur selbstständigen Berufsausübung. In der Selbstständigkeit musst du dich privat oder gesetzlich selbst krankenversichern!

Hygieneregeln im eigenen Nagelstudio einhalten

„Hygiene ist das A und O“ - für die Gesundheit deiner Kundinnen und dich selbst ist es wichtig, dass du dich mit dem Thema Hygiene im Nagelstudio auseinandersetzt, empfiehlt Nageldesignerin Stefanie. Informiere dich über die Hygiene-Verordnung deines Bundeslandes, die die Maßnahmen zur Verhütung übertragbarer Krankheiten aufführt. Die Beachtung der Hygieneregeln und Präventivmaßnahmen, beispielsweise das Tragen von Handschuhen, sollte für deine Arbeit im Studio selbstverständlich sein – und zwar an jedem Tag. Ein Hygieneplan kann dir dabei helfen, von Beginn an Routinen zu entwickeln, um die Hygienestandards zu erfüllen. Das Gesundheitsamt kann jederzeit unangekündigte Kontrollen in deinem Nagelstudio durchführen, um zu überprüfen, ob du dich an die Hygienevorschriften hältst. Einmalprodukte wiederverwenden, Arbeitsplatz nicht reinigen oder Instrumente nicht desinfizieren sind beispielsweise No-Gos, die eine Nachkontrolle nach sich ziehen und im schlimmsten Fall zur Schließung eines Studios führen können.

• Hygiene-Verordnung beachten
• Präventivmaßnahmen ergreifen
• Hygieneplan erstellen und einhalten

Fehler und versteckte Kosten bei der Nagelstudio-Eröffnung

Bei der Eröffnung eines Nagelstudios lauern einige Stolperfallen auf die Unternehmer. Nageldesignerin Stefanie verrät dir im Interview einige Schwierigkeiten, die dich erwarten können:

Nagelstudio Neueröffnung: Kundinnen gewinnen & behalten

Alle Planungen und Formalitäten hast du zu Ende geführt, nun geht’s für dich an die Kundengewinnung: Erstkundinnen zu zufriedenen Stammkundinnen zu machen und neue Kundinnen auf dich aufmerksam zu machen, das sind Ziele nach der Eröffnung deines Nageldesignstudios. Ein freundliches und sympathisches Auftreten, Höflichkeit und Zuverlässigkeit sind wichtige Grundlagen für zufriedene Kundinnen. Auch eine hochwertige Werbung kann die Kunden in dein Nagelstudio bringen. Mundpropaganda, also die Weiterempfehlung durch Kundinnen, ist ein nicht zu unterschätzender Werbefaktor – auch deswegen solltest du unbedingt auf einen einwandfreien Kundenservice achten. Um dich von der Masse abzuheben, solltest du etwas Besonderes anbieten – besondere Trends oder Techniken sind ebenso ein Alleinstellungsmerkmal wie zusätzliche Services.

Guter Kundenservice im Nagelstudio: Nageldesignerin Stefanie im Interview

Ein schönes Ambiente, in dem man sich wohlfühlt, ist die Basis für zufriedene Kunden im Nagelstudio, erklärt Nageldesign-Expertin Stefanie. Ins Studio kommen die Kundinnen, um sich zu entspannen und den Alltag hinter sich zu lassen - sie erwarten eine professionelle Beratung und einen einwandfreien Kundenservice. Nageldesignerin Stefanie antwortet auf Fragen rund um den Kundenservice: